Coaching für Kinder und Jugendliche

Zitat Henry Ford

Weltweit gibt es immer mehr Kinder mit dem sog. „Zappelphilip- oder Träumerle-Syndrom“.

Sie gelten oft als „verhaltensauffällig“. In der Schulmedizin werden viele von ihnen auch als sogenannte „AD(H)S-Kinder“ bezeichnet. (Kinder mit Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom, mit/ohne Hyperaktivität).

Diese Kinder sind oft sehr sensibel,
denn sie verfügen noch über eine erweiterte Wahrnehmungsfähigkeit, d.h. sie bekommen mehr auf der Gefühlsebene mit als die Erwachsenen. So spüren sie beispielsweise sofort, wenn jemand wütend, traurig oder ängstlich ist.

Ihre Gehirnareale sind anders vernetzt und ihre rechte Gehirnhälfte ist häufig dominant. Viele dieser Kinder haben eine Lese-/Rechschreibschwäche oder werden auch als Legastheniker bezeichnet. Andere wiederum gelten als hochintelligent. Die oftmals bemängelte fehlende Aufmerksamkeit hat sich bei diesen Kindern von der materiellen Realität (meist linke Gehirnhälfte: Daten, Fakten) hin zur „nichtsichtbaren Realität“ (meist rechte Gehirnhälfte: Gefühle, Intuition) verlagert. Werden diese Fähigkeiten nicht erkannt und gefördert, so ziehen sich diese Kinder immer mehr aus dieser Welt zurück, verweigern sich jeglichen Anforderungen. Häufig reagieren sie auch mit hohen Stimmungsschwankungen und zunehmender Aggressivität.

Viele dieser  Kinder nehmen über mehrere Sinneskanäle gleichzeitig wahr: Körpergefühle sind verbunden mit Bildern, die vor ihrem inneren Auge auftauchen, Töne sehen diese Kinder farbig, riechen oder /und schmecken sie. Viele andere Kombinationen sind hier möglich.

Die Wissenschaft nennt Menschen, die über zwei Sinne gleichzeitig wahrnehmen, „Synästhesisten“. Welches Potenzial sich jedoch dahinter verbirgt, ist bislang noch nicht erkannt worden. Beobachtet werden jedoch Phänomene wie Hochbegabung und erhöhte Kreativität, sowie Geräuschsensibilität und Aufmerksamkeitsstörungen. Wissenschaftliche Untersuchungen (vgl. R. Cytowic) besagen, dass die Fähigkeit zur Synästhesie angeboren ist, mit der Zeit jedoch verkümmert. Da das Wissen über diese Phänomene bisher zu wenig bekannt ist, gehen diese, in jedem Menschen angelegten Fähigkeiten, gerade durch die Erziehung in Elternhaus, Kindergarten und Schule im Laufe der ersten Lebensjahre häufig wieder verloren. Bei vielen Kindern führt genau das jedoch zu Lern- und Aufmerksamkeitsstörungen, Lese- Rechtschreibschwäche bis hin zu Versagensängsten und Aggressionen.

Während meiner Tätigkeit als Lehrerin durfte ich von diesen Kindern eine Menge lernen. Erst wenn sich Kinder mit all ihren Stärken und Schwächen und ihren Gefühlen angenommen und ernst genommen fühlen, können sie sich für Lernangebote und Lernprozesse wirklich öffnen.

Wenn ich mit Kindern und Jugendlichen arbeite, gehe ich ähnlich vor wie in meiner Arbeit mit Erwachsenen. Ich entscheide jeweils individuell und intuitiv, wie ich das Kind bzw. den Jugendlichen am besten erreiche. Bei Kindern kann dies u.a. auch über Traum- und Phantasiereisen, Entspannungsübungen, kreatives Malen und Spielen geschehen.

Sowohl bei Kindern als auch bei Jugendlichen geht es darum, dass sie wieder Zugang zu ihren Gefühlen und Vertrauen in ihre Wahrnehmung und Intuition bekommen. Viele Jugendliche haben sich bereits innerlich sehr zurückgezogen, da sie sich von ihrem Umfeld nicht verstanden fühlen. Häufig sind sie suchtgefährdet oder sehr leicht reizbar. Die in letzter Zeit sich häufenden Amokläufe von Jugendlichen zeigen, unter welchem inneren Druck viele von ihnen stehen, weil sie sich unverstanden fühlen.

Durch das Verändern von Gefühlsmustern findet nach und nach auch eine Vernetzung der linken und rechten Gehirnhälfte statt. Das Lernen fällt zunehmend leichter. Konzentrationsstörungen, innere Unruhe und Ängste werden abgebaut. Dadurch verändert sich die Wahrnehmung, und die Kinder bekommen wieder Selbstvertrauen, können sich entwickeln und ihr Potenzial entfalten.

Da Kinder die Gefühlsmuster ihrer Eltern übernehmen und ihnen durch ihr Verhalten häufig „den Spiegel vorhalten“, ist es sehr hilfreich, wenn die Eltern bereit sind, ihre eigenen unbewussten Programmierungen ebenfalls zu verändern. Dadurch lösen sich dann automatisch auch die entsprechenden Muster der Kinder mit auf.